120 zu 80?

Jahrzehntelang galt ein Blutdruck von 120 zu 80 mmHg als idealer Richtwert. Heute bewerten Fachgesellschaften Blutdruckwerte differenzierter – abhängig von Alter, Vorerkrankungen und individuellem Risiko.


Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Gesundheitsrisiken weltweit. Viele Betroffene bemerken lange keine Beschwerden, gleichzeitig steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden deutlich an. Deshalb wird Bluthochdruck oft als „stiller Killer“ bezeichnet.


Nach aktuellen Empfehlungen gelten Werte unter 120/70 mmHg als optimal. Bereits leicht erhöhte Werte sollten beobachtet werden – auch wenn noch kein klassischer Bluthochdruck vorliegt. Entscheidend ist dabei jedoch immer die persönliche Gesamtsituation. Faktoren wie Diabetes, Übergewicht, Rauchen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen eine wichtige Rolle.


Auch das Alter beeinflusst die Zielwerte. Während bei jüngeren Erwachsenen meist niedrigere Werte angestrebt werden, gelten bei älteren Menschen oft etwas höhere Bereiche als sinnvoll. Eine zu starke Senkung kann hier ebenfalls problematisch sein.

Experten betonen deshalb, dass nicht einzelne Messungen entscheidend sind, sondern der langfristige Verlauf. Regelmäßige Kontrollen, Bewegung, gesunde Ernährung und Rauchverzicht bleiben die wichtigsten Maßnahmen für einen gesunden Blutdruck.

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