Mit dem Herbst beginnt wieder die Saison der Atemwegsinfektionen. Neben Erkältungsviren, Influenza und COVID-19 spielt dabei auch RSV eine wichtige Rolle. Bekannt ist das Virus vor allem als Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder. Doch auch im höheren Erwachsenenalter steigt das Risiko für einen schweren Verlauf wieder deutlich an. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen – dazu zählt auch Diabetes.
Woran erkennt man RSV?
Das Tückische: Eine RSV-Infektion lässt sich anhand der Beschwerden kaum von einer gewöhnlichen Erkältung unterscheiden. Typisch sind eine rinnende oder verstopfte Nase, Halsbeschwerden, Husten, Niesen, Müdigkeit, verminderter Appetit und manchmal Fieber. Auch Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. Die Beschwerden entwickeln sich häufig nach und nach und nicht alle gleichzeitig.
Bei einem milden Verlauf bleibt die Infektion auf die oberen Atemwege beschränkt und klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab. Problematisch wird es, wenn RSV die unteren Atemwege befällt. Dann kann der Husten stärker werden, es können pfeifende oder keuchende Atemgeräusche sowie Kurzatmigkeit auftreten.
Auf den Verlauf achten
Ob RSV, Influenza oder COVID-19 hinter den Beschwerden steckt, lässt sich ohne Test oft nicht eindeutig feststellen. Wichtiger als die Frage nach dem Erreger ist daher zunächst, wie sich die Erkrankung entwickelt. Werden Husten und Atemprobleme stärker statt schwächer, verschlechtert sich der Allgemeinzustand deutlich oder treten Atemnot, Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb, Schwindel oder Verwirrtheit auf, sollte rasch ärztliche Hilfe gesucht werden.
Für Menschen mit Diabetes ist besondere Aufmerksamkeit sinnvoll. Diabetes gehört zu den Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung beziehungsweise eine RSV-bedingte Krankenhausaufnahme verbunden sein können. Das Risiko steigt insbesondere bei höherem Alter und wenn weitere Begleiterkrankungen hinzukommen.
Vorbeugen durch Impfung
Neben allgemeinen Maßnahmen wie Händewaschen, regelmäßigem Lüften und dem Vermeiden enger Kontakte mit akut Erkrankten gibt es mittlerweile auch eine Impfung gegen RSV. In Österreich wird sie allgemein für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr empfohlen. Bei Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko kann eine Impfung auch schon früher sinnvoll sein.
Die Impfung wird nach der derzeitigen Empfehlung einmalig verabreicht. Ob und wann später Auffrischungen notwendig werden, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Wer über 60 Jahre alt ist oder aufgrund von Diabetes und weiteren Erkrankungen zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit seiner Ärztin oder seinem Arzt besprechen, ob eine RSV-Impfung sinnvoll ist.
RSV ist also keineswegs nur eine Kinderkrankheit. Gerade im höheren Alter lohnt es sich, bei einem vermeintlich harmlosen Atemwegsinfekt genauer hinzusehen – und rechtzeitig an den möglichen Schutz durch eine Impfung zu denken.
Excepteur sint occaecat cupidatat non proident, sunt in culpa qui officia deserunt mollit anim id est laborum Ut enim ad minim veniam.
John Doe
culpa qui officia